Bonner Lieblingsplätze - Der japanische Garten

Geposted von Ludwig vanB. am

Einer der Lieblingsplätze ist der japanische Garten in Bonn. Er liegt, etwas abseits der Stadt, in der Bonner Rheinaue und ist zu jeder Jahreszeit der perfekte Rückzugsort.

Der Garten wurde im Rahmen der Bundesgartenschau 1979 errichtet und von der japanischen Regierung in Auftrag gegeben. Dr. Akira Sato, der Präsident des japanischen Landschaftsgestaltungsverbandes, wurde mit der Schaffung des Gartens beauftragt.

 

Der Garten ist geprägt von Natürlichkeit und Harmonie, die durch die gelungene Gesamtkomposition ausgestrahlt werden. Der Garten zeigt die Liebe der Japaner zum Element Wasser, denn der Wandelgarten ist vom Verhältnis her eher klein. Dafür nimmt die Wasserfläche einen großen Teil ein. Deren wesentlicher Bestandteil ist der Wasserfall. Dieser verläuft auf der linken Hälfte des Gartens und mündet in dem zentral angeordneten Teich. Der Garten wird durch das im Teezeremonienstil gebaute Tor betreten und sollte gegen die Uhrzeigerrichtung begangen werden.

Nach dem Eintreten fällt der Blick direkt auf einen ausgeschütteten Hügel, der die eigentliche Gestalt des Gartens nicht sofort preisgibt. Wendet man sich nun nach rechts, dann folgt man einem mit schalen, langen Steinen gepflasterten Weg. Dort erreicht man eine Holzhütte mit nachgebildetem Brunnen. Ein Warteraum, der auf die bevorstehende Teezeremonie einstimmen soll.Der weitere Weg führt nun über eine Holzbrücke auf eine kleine Insel. Von hier aus erschließt sich der gesamte Garten mit See. Man erreicht eine weitere Steinlaterne. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Siebengebirge, was dem Garten eine zusätzliche Größe verleiht.

Nun erreicht man eine sechseckige Holzlaube mit kupfergedecktem Dach. Von hier aus erschließt sich der Blick auf einen kleinen Wasserfall einschließlich einer aus weißem Granitsteinen nachgebildeten Sandbank. Dort steht die Pagode, neben dem Wasserfall ein Kernelement des Gartens. Über 500 Tonnen Steine wurden dafür extra von Japan nach Deutschland transportiert, um die Pagode zu errichten. Folgt man dem Weg, so geht es nun den Hügel hinauf zur Quelle des Wasserfalls. Über Trittsteine kann man den Sturzbach überqueren und erhascht einen Blick auf Stromschnellen und Wasserfall. Nun passiert man die Pagode und eine Steinlaterne und ist schon zurück am Ausgang. Von dort kann man auch den Posttower sehen.

 

 

Wenn man schnell geht ist der Garten in 5 Minuten durchquert.

Man kann aber auch Stunden darin zubringen,  um etwas zur Ruhe kommen. Abgesehen von einem kleinen Teil des Gartens, der am hinteren Ende an eine befahrene Straße angrenzt, fängt der Wasserfall viele Geräusche ein. Die Schlichtheit beruhigt das Auge, das plätschern des Wassers den Geist. An schönen Tagen ist es manchmal sehr voll. Zum Leidwesen der Gartenfreude bleiben dann nicht alle auf den auf den Wegen. Es sind bereits Trampelpfade entstanden, die die Struktur des Gartens teilweise auflösen.

Doch früh morgens, oder am späten Abend ist die Stimmung hier einfach unvergleichlich. Sehr schön ist es auch im Herbst, wenn sich die Blätter verfärben. Dann kann man das bunte Farbenspiel doppelt geniessen. Die Farbenpracht spiegelt sich noch einmal im Wasser.

 

 

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