Lieblings Plätze: Die Löwenburg. Hoch über dem Rhein.

Geposted von Ludwig vanB. am

 

Auf der Löwenburg kann man richtig die Seele baumeln lassen und weit dem Lauf des Rheins folgen. Der Aufstieg ist steil und teilweise steinig, die grandiose Aussicht belohnt aber die Mühen. 

Oben angekommen empfängt einen die alte Burgruine. In der Mitte steht stolz ein wunderbarer Baum, darunter eine Bank zum Sitzen und Entspannen. Nun kann man den Blick schweifen lassen und genießen.


Geschichtlich ist die Löwenburg eher unauffällig. Heute eine zerfallene alte mittelalterliche Höhenburg, die Ende des 12. Jahrhunderts vom Grafen Heinrich II. von Sayn (1176-1203) als Grenzfeste gegen die kurkölnischen Burgen Drachenfels und Wolkenburg errichtet wurde. Nach einigem hin und her wurde sie irgendwann Verwaltungssitz und verfiel dann ab dem 16. Jahrhundert.

Besonders schön ist es hier früh morgens oder am späten Nachmittag.  Von oben hat man eine herrliche Aussicht auf das Rheintal und die Berge drum herum. Bei gutem Wetter reicht der Blick den Rhein hinunter bis zum Kölner Dom und weit in das Drachenfelser Ländchen. Natürlich sieht der Sonnenuntergang von hier besonders schön aus.

Auch an kalten Tagen ist ein Besuch auf der Löwenburg ein Ereignis. Doch Vorsicht! Der letzte Teil des Weges ist manchmal vereist und sehr rutschig. Der Aufstieg also nicht ganz ungefährlich. Falls man einen Schlitten dabei hat macht die Abfahrt dafür umso mehr Spaß. Das klappt aber nur früh am Tag. Ansonsten ist es, gerade an Wochenenden, recht voll.


Um die Löwenburg ranken sich sogar Legenden.  So zum Beispiel die vom Mädchen von der Löwenburg. Dieses und viele andere Geschichten  werden auf der Seite des Rheindrachens (www.rheindrache.de) schön erzählt. Die vom Mädchen möchte ich hier zitieren: 

Zur Zeit der Kreuzzüge zogen viele rheinische Ritter nach Palästina, ihre Familien, Verlobte und Freunde blieben zuhause zurück.  Vor diesem Hintergrund spielt das Mädchen von der Löwenburg.

Die Tochter des Burggrafen von der Löwenburg liebte einen jungen Ritter, der sich den Kreuzfahrern angeschlossen hatte. Während sie auf seine Rückkehr wartete, erschien ein fahrender Sänger auf der Löwenburg. Er brachte ihr eine traurige Nachricht: ihr junger Bräutigam war im Kampf um die Heiligen Stätten gefallen. Diese Nachricht brach das Herz der jungen Frau. Sie empfand keine Freude mehr und verbrachte die weiteren Jahre ihres Lebens in tiefer Trauer um den geliebten Mann, bis sie schließlich starb. Doch ihre Liebe starb nicht.

Von der Löwenburg sind nur noch Ruinen geblieben. Doch an manchen Tagen, wenn alles ruhig ist, kann man im Wald ein leises Raunen hören: das Mädchen von der Löwenburg weint um seinen verlorenen Geliebten.

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